Die GRÜNEN sind enttäuscht über die Annahme des Landverkaufs für das Projekt WILWEST. Das Vorhaben führt zu einem erheblichen Verlust von wertvollem Kulturland und wird zusätzlichen Verkehr in der Region Wil erzeugen. Dass das Projekt zusätzlichen Verkehr erzeugt, hat selbst der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation im Nationalrat festgehalten.

Die Kantone St.Gallen und Thurgau, die Regio Wil sowie zahlreiche Gemeinden der Region haben sich in der Charta WILWEST verpflichtet, Zersiedelung zu vermeiden und die Entwicklung von Arbeitszonen zu bündeln. Für die GRÜNEN ist entscheidend, dass diese Versprechen nun eingehalten werden. Gerade weil die Charta rechtlich nicht verbindlich ist, werden die GRÜNEN genau darauf achten, dass der angekündigte Verzicht auf neue Einzonungen sowie die versprochene Verkehrsentlastung für die Region Wil umgesetzt werden.
330 Millionen für mehr Verkehr statt Entlastung
Die GRÜNEN zeigen sich ebenfalls enttäuscht über die Annahme der Kantonsstrasse zum See. Der Ausgang der Abstimmung ist dennoch als Achtungserfolg zu werten und zeigt, dass die Bevölkerung grossen Strassenausbauten immer kritischer gegenübersteht. Aus ihrer Sicht der GRÜNEN bleibt das Projekt ein überteuerter Luxusausbau der Strasseninfrastruktur, der mehr Verkehr, zusätzlichen Lärm und den Verlust von wertvollem Kulturland zur Folge hat.

Im Projektgebiet wurden zudem bereits PFAS-Belastungen im Boden festgestellt. Gleichzeitig fehlt bis heute eine systematische Untersuchung der betroffenen Flächen, sodass unklar bleibt, welche ökologischen und finanziellen Risiken beim Aushub entstehen könnten. Dies muss nun dringend nachgeholt werden.

Klares Ja für einen starken Bildungsstandort

Die GRÜNEN zeigen sich erfreut über die deutliche Zustimmung zum Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums am Standort «Südquartier» in Rapperswil-Jona. Mit diesem Entscheid stärkt die Stimmbevölkerung den Bildungsstandort und schafft moderne Lernbedingungen für die Fachkräfte von morgen. Die GRÜNEN werden sich dafür einsetzen, dass der Neubau wie geplant nach den höchste Nachhaltigkeitsstandards umgesetzt wird und die angestrebte Zertifizierung nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) erreicht.

Medienmitteilung als PDF