Klar erkennbare und sichere Veloverkehrsräume

Positiv bewerten die GRÜNEN die Öffnung der Einbahnregelung am Oberen Graben für den Veloverkehr, zusätzliche Veloverbindungen sowie die Mehrzweckstreifen mit neuen Abbiegemöglichkeiten. «Bei Verkehrsbelastungen von bis zu 12’000 Autos pro Tag braucht es für den Veloverkehr aber durchgängige, konfliktfreie und klar erkennbare Veloverkehrsräume», sagt Michael Breu, Co-Präsident der GRÜNEN Stadt und Region St.Gallen. «Wo immer möglich sollen daher baulich geschützte oder zumindest klar markierte Velowege vorgesehen werden.»

Tempo 30 ist Grundvoraussetzung

«Tempo 30 ist Voraussetzung für die sichere Umsetzung des flächigen Querens, reduziert Lärm und erhöht die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmenden», so Breu weiter. «Zudem verbessert sich der Verkehrsfluss für den Autoverkehr, da zahlreiche Lichtsignalanlagen entfallen.» Eine Tempo-50-Variante würde das Projekt sowohl gestalterisch, z. B. mit weniger Bäumen, als auch funktional erheblich schwächen.

100 neue Bäume und Schwammstadtprinzip stärken Stadtklima

Die Pflanzung von rund 100 Bäumen sowie neue Aufenthaltsräume und biodiversitätsfördernde Rabatten schaffen eine attraktive grüne Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof und stärken das Gewerbe. «Diese Massnahmen tragen zudem zur Kühlung des Stadtraums bei», sagt Michael Breu. Die GRÜNEN fordern zudem die konsequente Anwendung der Schwammstadtprinzipien – insbesondere hinsichtlich Versickerung, Regenrückhalt und ausreichendem Wurzelraum – sowie klimaresiliente Baumarten.

Keine Lichtverschmutzung, Kreislaufwirtschaft beachten

Mit Blick auf die Beleuchtung unterstützen die GRÜNEN eine zurückhaltende, funktionale und auf Aufenthaltsqualität ausgerichtete Lichtgestaltung. Licht sollte nur dort eingesetzt werden, wo es notwendig ist, um Lichtverschmutzung zu minimieren. «Bauliche Massnahmen sollten nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft erfolgen: rezykliert, rezyklierbar, langlebig und reparaturfreundlich», ergänzt Breu.

Chance für eine lebendige und ökologische Innenstadt

«Das Projekt zeigt, wie sich unsere Innenstadt attraktiv, sicher und klimafreundlich entwickeln kann. Davon profitieren alle: Fussgängerinnen, Velofahrende, MIV, ÖV, Gewerbe und Anwohnende», sagt Christian Huber, Fraktionspräsident der GRÜNEN und Jungen Grünen. «Das Vorprojekt belegt zudem faktenbasiert, dass Tempo 30 die sicherste, effizienteste und städtebaulich sinnvollste Lösung ist.» Ideologische Gegenargumente dürfen jetzt nicht im Vordergrund stehen, zumal eine Tempo-50-Variante das Projekt deutlich schwächen und zentrale Qualitäten verhindern würde. «Es gilt nun, diese Chance entschlossen zu nutzen und die hohe Qualität in der weiteren Planung zu sichern», so Huber abschliessend.

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