Öffentlichen Raum gut für die Zukunft vorbereiten
Die GRÜNEN Stadt und Region St.Gallen begrüssen das Projekt zur Instandstellung und Neugestaltung der Begegnungszone Hintere Poststrasse / Hintere Bahnhofstrasse. Das Projekt setzt wichtige ökologische und städtebauliche Impulse und trägt dazu bei, die Innenstadt klimaresilienter, sicherer und lebenswerter zu gestalten.
Mehr Grünraum für ein angenehmes Stadtklima
«Das Projekt zeigt, dass die Stadt St.Gallen den öffentlichen Raum weiterentwickeln und für die Zukunft gut vorbereiten will. Die geplanten Veränderungen machen das Quartier grüner, sicherer und angenehmer für alle Menschen, die dort wohnen, arbeiten oder unterwegs sind», sagt Michael Breu, Co-Präsident der GRÜNEN Stadt und Region St.Gallen. Besonders positiv sei, dass 25 neue Bäume gepflanzt und zusätzliche Grünflächen geschaffen werden. «In einem dicht bebauten Gebiet wie diesem ist mehr Grünraum sehr wichtig. Bäume spenden Schatten, kühlen die Umgebung an heissen Tagen und verbessern die Luft. Sie bieten auch Lebensräume für Vögel und Insekten und erhöhen damit die Biodiversität», so Breu. Wichtig sei, dass einheimische und robuste Pflanzenarten eingesetzt werden. Sie sind widerstandsfähig gegenüber Hitze und fördern die Artenvielfalt. Die GRÜNEN begrüssen ausserdem, dass der Boden an einigen Stellen entsiegelt werden soll. So könne das Regenwasser wieder versickern, statt einfach abzufliessen.
Fahrbahnbreite reduzieren
Auch beim Verkehr zeige das Projekt wichtige Verbesserungen. Die Begegnungszone wird klarer gestaltet, damit sich Menschen zu Fuss, mit dem Velo und im Auto besser zurechtfinden. Die Strassen werden niveaugleich gestaltet, das heisst ohne hohe Randsteine. Das macht die Wege übersichtlicher und sicherer. Die optische Verengung der Fahrbahn trägt dazu bei, dass Autos langsamer fahren, was die Sicherheit für alle erhöht und Lärm reduziert. Neue und besser verteilte Veloparkplätze unterstützen eine umweltfreundliche Mobilität und entlasten das Quartier vom Suchverkehr. Im Mitwirkungsverfahren regen die GRÜNEN an, die Fahrbahnen, also die Asphaltbänder, von 3.80m auf 3.00 bis 3.20m zu reduzieren.
Die geplante Möblierung des Strassenraums – etwa Sitzbänke mit Rücken- und Armlehnen – macht den Aufenthalt im Quartier angenehmer. Auch Menschen mit Behinderungen profitieren von den barrierefreien Sitzgelegenheiten und Parkfeldern.
Moderner, freundlicher und lebendiger Stadtraum
Städtebaulich bringt das Projekt eine deutliche Aufwertung. Die neuen Pflästerungen, die Grünflächen und die sorgfältige Gestaltung passen gut zum historischen Charakter des Quartiers. Gleichzeitig entsteht ein moderner, freundlicher und lebendiger Stadtraum, der zum Verweilen einlädt. Im Mitwirkungsverfahren regen die GRÜNEN zudem an, dass alle baulichen Massnahmen konsequent nach Kreislaufprinzipien geplant werden müssen: mit wiederverwendeten und rezyklierten Materialien und langlebigen Konstruktionen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Rebekka Schmid
Co-Präsidentin GRÜNE Stadt und Region St.Gallen, Stadtparlamentarierin St.Gallen
Christian Huber
Fraktionspräsident GRÜNE Stadt und Region St.Gallen, Stadtparlamentarier St.Gallen