Ja zum Kinderschutz, Umsetzung mit Augenmass statt Repression

Die Volksinitiative «Rauchverbot auf städtischen Spielplätzen» wurde von einem breiten Bündnis lanciert, nachdem das Stadtparlament rauchfreie Spielplätze wiederholt abgelehnt hatte. Am 14. Juni entscheidet nun die Stimmbevölkerung.

Cornelia Federer, Stadtparlamentarierin der GRÜNEN und Mitglied des Initiativkomitees, betonte den Handlungsbedarf: «Kleinkinder sind durch toxische Zigarettenstummel auf Spielplätzen gefährdet. Zudem kann ein einziger Filter bis zu 1’000 Liter Wasser verunreinigen und zersetzt sich kaum.» Das bestehende Litteringverbot greife zu kurz. Ein Rauchverbot auf Spielplätzen schaffe klare Regeln, stärke die Rücksichtnahme und setze eine Norm für rauchfreie öffentliche Räume, wie sie etwa an Bahnhöfen, in Zügen sowie in öffentlichen Gebäuden bereits gilt.

Sinah Eisenring von den Jungen Grünen warnte vor einem symbolischen Verbot und möglichen sozialen Auswirkungen: «Es besteht die Gefahr, dass Jugendliche und marginalisierte Personen aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden, weil die Polizeipräsenz auf Spielplätzen durch das Verbot zunehmen könnte. Stattdessen soll die Problematik durch Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen sowie Hinweisschilder gelöst werden.»

Die GRÜNEN fassten anschliessend die Ja-Parole, verknüpfen ihre Zustimmung aber mit klaren Erwartungen an die Umsetzung: Im Vordergrund stehen Sensibilisierung, Beschilderung und Aufklärung statt reiner Kontrollen. Das Rauchverbot soll in erster Linie eine gesellschaftliche Leitlinie setzen. Ergänzend fordern die GRÜNEN verstärkte Präventionsangebote.

Neuerungen im Vorstand

Neben den Parolen standen personelle Erneuerungen im Fokus. Das Co-Präsidium blickte auf ein intensives Jahr zurück und verabschiedete Felix Rütsche mit grossem Dank für seinen langjährigen Einsatz im Vorstand. Neu in den Vorstand gewählt wurden Simon Kogler und Ladina Bischof. Bischof, die im Herbst für die Jungen Grünen in den Kantonsrat nachrücken wird, wird die Verbindung zwischen Stadt- und Kantonalpolitik stärken. Kogler bringt als Ingenieur für erneuerbare Energien und Unternehmer fundierte Erfahrung in den Bereichen Umwelttechnologie und Energiewende ein. Das Co-Präsidium, Rebekka Schmid und MichaelBreu, zeigt sich überzeugt: «Mit Ladina Bischof und Simon Kogler gewinnen wir zwei engagierte Persönlichkeiten, die unsere politische Arbeit stärken und neue Impulse setzen.»

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