GRÜNE Gossau sind nicht zufrieden mit dem Entlastungspaket
Die GRÜNEN Gossau kritisieren Sparmassnahmen auf dem Buckel von Kinder und Jugendlichen, bieten Hand bei einzelnen Sparmassnahmen und plädieren für eine Erhöhung des Steuerfusses, um den Finanzhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen.
Die allermeisten Forderungen entlasten aus Sicht der GRÜNEN kurzfristig den Stadthaushalt, sind langfristig aber viel mehr belastend als entlastend. Knapp 40 Prozent der 3.4 Mio Franken soll bei der Bildung eingespart werden. Davon betroffen sind vor allem Fördermassnahmen für Schüler:innen mit Lese- und Rechtschreibeschwäche, Rechenschwäche, Deutsch als Zweitsprache aber auch Tagesstrukturen oder die Hausaufgabenhilfe. «Das schränkt die Chancengleichheit deutlich ein und mindert die Unterrichtsqualität. Langfristig werden so nicht nur die Karrieren der Kinder gefährdet, sondern es wird auch der Sozialstaat stärker belastet», sagt Rebecca Meier, Stadtparlamentarierin der Jungen Grünen in Gossau.
Der Gossauer Stadtrat sieht zudem eine Reduktion der Jugendförderung in Vereinen um 25 Prozent vor. Einzelne Vereine werden durch zusätzliche Massnahen sogar noch stärker betroffen sein. Dass dadurch Vereinsbeiträge steigen werden, ist eine logische Konsequenz. Leiden werden darunter Familien, die Integration von Kindern, die Gesundheit, die Freiwilligenarbeit und somit die ganze Gesellschaft.
«Es ist nicht fair, auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen zu sparen. Sie können nichts für die Finanzkriese in Gossau», sagt Stadtparlamentarierin Rebecca Meier.
Auch GRÜNEN sehen die Notwendigkeit für einen ausgewogenen Stadthaushalt. Sie unterstützen daher Sparmassnahmen wie «Fürstenlandsaal auch an private vermieten», «Anschaffung Reinigungsroboter», «Einführung von Kostenpflicht bei Parkplätzen ab erster Minute» usw. Ausserdem halten es die GRÜNEN nach wie vor für unumgänglich, den Steuerfuss zu erhöhen.
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Rebekka Schmid
Co-Präsidentin GRÜNE Stadt und Region St.Gallen