«Die Zusammenlegung der Bahnhöfe Bruggen und Haggen steigert das Standortpotenzial und ist aus unserer Sicht zu begrüssen. Der Anschluss an die Velovorzugsroute ist stimmig und auf die Bedürfnisse einer modernen, mobilen Gesellschaft zugeschnitten», sagt Michael Breu, Präsident der GRÜNEN Stadt und Region St.Gallen. Auch die optische Gestaltung des Bahnhofplatzes findet Zustimmung.

Aus ökologischer Sicht fordern die GRÜNEN, mehr Sickerflächen einzuplanen. «Mit der Klimaerhitzung steigt das Risiko von Starkniederschlägen. Im Sinne einer Schwammstadt könnten Sickerflächen das Regenwasser aufnehmen, anstatt die Kanalisation zu belasten. Zudem sind sie für das lokale Klima äusserst wertvoll», so Breu.

Kritisch sehen die GRÜNEN den Zugang auf und über den Catwalk. «Da die Verbindung für Velofahrende ausschliesslich über den Lift erfolgen soll, verliert sie erheblich an Attraktivität. Dies gefährdet den positiven Effekt auf die Verkehrssicherheit in diesem bereits stark befahrenen Quartier», heisst es im Mitwirkungsbericht. Die GRÜNEN schlagen stattdessen eine Rampe oder eine Passerelle vor. Zudem sei die Anzahl der Veloabstellplätze unzureichend. «Ein moderner Verkehrshub braucht mehr überdachte Stellplätze für Velos. Wünschenswert wäre zudem die Prüfung, ob an einem der beiden Standorte eine bewachte Velostation – analog zum Bahnhof St.Gallen – eingerichtet werden könnte», so Breu.

Auch die Beleuchtung sehen die GRÜNEN kritisch. «Lichtverschmutzung gefährdet insbesondere dämmerungs- und nachtaktive einheimische Tierarten. Deshalb sollte die Beleuchtung in der Nacht auf ein Minimum reduziert werden, allerdings ohne Einschränkungen im Sicherheitsempfinden hinzunehmen», fordern sie. Denkbar seien zudem Lampen mit Bewegungssensoren, wie sie bereits an manchen Strassenabschnitten genutzt werden. Ein Lichtkonzept, das primär der architektonischen Inszenierung dient, sei zu vermeiden.

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